17 Windräder sollen in der Röderner Heide stehen.Geht dasam Vogelschutzgebiet?

Von Birgit Ulbricht

Auf Röderner und Tauschaer Flur soll ein Windpark mit 17Windrädern entstehen. Dafür soll Wald in Größenordnung gefällt werden. Allein für die Kräne, die die voraussichtlich 190Meter hohen Türme aufstellen, für Baustraßen und Leitungstrassen wird Land gebraucht. Zwei Landeigner haben den Wunsch geäußert, so Tauschas Bürgermeister Christian Creutz am Dienstagabend im Gemeinderat, aus finanziellen Gründen solche Windtürme aufstellen zu lassen. Der größte Waldbesitzer ist Lutz Krause aus Schönfeld, der die Wälder in den 1990er Jahren von der Treuhand gekauft hatte. Zu seinen Plänen will er sich nicht äußern.

Der Planungsverband hat die Fläche der Verbandsversammlung der Landkreise so vorgeschlagen – Ende März sollen alle Gebiete beschlossen werden. Im Mai, Juni würden dann die öffentlichen Anhörungen laufen, wo fachliche Einwände vorgebracht werden können. Ob jemand die Windräder nicht vor seiner Haustür haben will, zählt dabei nicht. 750 Meter vom Dorf weg, 500Meter weit entfernt von Einzelwohnbebauungen wie der alten Revierförsterei – das sind zwei der festen Größen, die es gibt. Betroffen sind vor allem die Zschornaer und die Dobraer, aber auch das Naherholungszentrum Brettmühlenteich und das europäische Vogelschutzgebiet Zschornaer Großteich. Würden die riesigen Windräder nicht genau in der Einflugschneise der Zugvögel stehen?

„Nein“, sagt Dr. Heidemarie Russig, Leiterin der Verbandsgeschäftsstelle des Planungsverbandes. Allerdings sei zu prüfen, ob die Flugrouten zwischen den Zschornaer und Moritzburger Teichgebieten betroffen sind. Sie könne sich durchaus vorstellen, dass der Windpark verkleinert werden müsse. Henry Thielsch-Sachse, der in der alten Försterei wohnt, will eine Klage gegen das Vorhaben prüfen.

Quelle: sz-online/Sächsische Zeitung
Donnerstag, 1. März 2012