Ein Sieg der Vernunft!?

Januar 2017
Der Regionale Planungsverband (RPV) hat die Rödernsche Heide von der Liste der Windpotenzialflächen gestrichen.
Nach einer artenschutzrechtlichen Prüfung teilte der RPV jetzt in der 153. öffentlichen Planungsausschuss-Sitzung mit, dass er das Gebiet nicht zur Aufnahme als Vorrang- und Eignungsgebiet Windenergienutzung in den Regionalplanentwurf übernehmen wird. Entsprechende Pläne sollen auch nicht weiter verfolgt werden, war zu hören.
Der RPV will im Entwurf nun mit 15 Flächen zur Entwicklung von Windparks arbeiten. Damit können rund 140 Prozent des regionalen Mindestenergieertrages erreicht werden, hieß es. Darüber hinaus gab der RPV bekannt, dass der Abstand zur Wohnbebauung im baurechtlichen Außenbereich auf 750 m erhöht werden kann und wird.
Ein Sieg der Vernunft!? Wir als Bürgerinitiative können das alles noch gar nicht richtig glauben.Wir staunen nur, wie geschmeidig die Regionalplaner im Bundestags-Wahljahr 2017 die Kurve bekommen haben und eine neue Marschrichtung vorgeben.
Für uns als Gegenwind-Aktivisten steht fest: Wir arbeiten weiter und schauen der Politik und Verwaltung weiterhin auf die Finger. So lange der Regionalplan noch nicht verabschiedet ist, so lange können wir uns nicht darauf verlassen, dass die Rödernsche Heide nicht doch noch skrupellosen Windmüllern zum Abholzen „überlassen“ wird. Erst, wenn die Tinte mit den Unterschriften unter den Papieren getrocknet ist, lehnen wir uns entspannt und glücklich zurück.